das gehirn nach seinem ableben
Sie haben den gleichen Vornamen und das gleiche Geburtsjahr (1965). Wolfgang Kaiser und Wolfgang Stehle teilen aber noch mehr miteinander: das Faible für die Bildhauerei. In ihrer Ausstellung Hirntod setzen sie sich mit dem Kopf des Menschen auseinander. Der Hirntod ist das Ende allen Daseins, aller Gefühlsregungen, Ideen und jedweder Vorstellungskraft. Kaiser hat eigens eine Kunstfigur, den Groom, erfunden, sozusagen die Karikatur einer Person, eine Latexmaske, überzogen mit Gold oder Asche und damit mit einer gewissen Zeitlosigkeit. Vergangenheit und Zukunft verschwimmen. Stehle formuliert durch verschiedene formale Auswüchse das Potenzial des Gehirns, bildet emotionale und geistige Strukturen ab. Das Innere quillt über das Gesicht auf den Betrachter zu. Diagnose: Hirntod. (ab) Hirntod, Objekt – Video – Installation, Schafhof Freising, geöffnet bis 15. August, dienstags bis freitags, 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 19 Uhr
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